Archiv für den Monat: Juni 2015

Multitasking

#28

Eines nach dem Anderen, wie oft sollte ich dies beherzigen und tue es nicht. Multitasking ist eine schöne Vorstellung des Zeitsparens, aber leider geht die Rechnung nicht immer auf.

wp_1Alltagsparallelitäten

Beim Kochen lesen, beim Spielen mit den Kids die Mails checken, Twitter, Facebook und Co  laufen auch noch nebenbei auf dem Laptop oder dem Smartphone
Von den vielen gleichzeitigen Projekten im Job ganz zu schweigen.
Mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, arbeiten, aufräumen, schreiben und mit den Kindern spielen macht einen Eindruck von Unvollständigkeit, vom immer wieder Anfangen, unterbrechen und nicht beenden.

Signale

Manchmal schleicht sich leichte Panik ein, dass wir nicht alles unter einen Hut bekommen könnten. Aber wir machen weiter, es geht ja noch.
Vielleicht steckt Angst dahinter, etwas zu verpassen, etwas schaffen zu müssen oder gar gelangweilt zu sein, wenn man mal nix macht.
Kleine DInge kann doch jeder einfach so neben her erledigen, oder?
Wenn Multitasking auf die Spitze getrieben wird, macht es krank, der Körper meldet sich zu Wort. Wie konnte es soweit kommen? Warum habe ich nicht genug auf mich geachtet, warum kenne ich mich nicht?
Krankheit und unser Körper lehren uns, wo unsere Grenzen sind.
Darin steckt eine Chance, es beim nächsten Mal anders anzugehen. Wir wachsen an der Erkenntnis, dass wir Grenzen haben.

Falsche Annahmen

Die Schnelligkeit um uns herum, die künstlich erzeugt ist, verursacht in unserem Denken und Handeln eine Beschleunigung, ebenso schnell sein zu müssen.
Dabei können wir gar nicht so schnell sein wie eine Maschine.
Wie aber können wir diese Schnelligkeit händeln?

Mögliche Antworten

Vielleicht liegt der Schlüssel bei nicht abwendbaren Gleichzeitigkeiten erst mal in der Priorisierung. Ich kann Fragen nach Spaß, Sinn, Können, Zeit und Wichtigkeit, oder, oder stellen. Jeder kann diese Fragen individuell gewichten. Für den einen ist der Sinn ausschlaggebend, um ein Projekt anzunehmen, für den anderen ist es die Zeit oder das eigene Können.
Im nächsten Schritt kann ich mir dir Frage nach der Ausführlichkeit beantworten. Wo kann gegebenenfalls delegiert werden.

Unliebsame Pflichten

Bei Projekten, die für mich keinen Sinn oder Spaß machen oder mein Können überfordern gilt: Ich bin ehrlich zu mir und spreche dieses unangenehmen Gefühl aus. Wenn das Projekt dann doch durchgeführt wird, so weiß der Auftraggeber, dass nicht mehr möglich gewesen ist, als das Ergebnis. Und, dass er beim nächsten Mal besser weiß, welche Themen mir liegen.
Ich selbst muss mir nicht vorwerfen, ich hätte nicht mein Möglichstes getan.
Zu bedenken:
Unliebsame Projekte brauchen bei der Durchführung mehr denn sonst unsere volle Aufmerksamkeit, um nicht abgelenkt zu sein. Vielleicht entpuppt es sich doch als eine interessante Herausforderung, die ich besser meistere, als ich gedacht hätte.

Nein

Ein überzeugtes Nein an entscheidender Stelle tut vielleicht erst mal weh und braucht Mut und Selbstbewusstsein. Im nächsten Moment aber erscheint es genau richtig. Richtig für die Zeit, die ich mir an Kopfzerbrechen gespart habe und somit gewonnen habe.490034_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de

Nichts desto trotz ist es leicht theoretisch über Ratschläge und Tipps zu schreiben, die Wirklichkeit sieht häufig anders aus und ist mit Sicherheit nicht für jeden umsetzbar.
Aber vielleicht hältst du beim nächsten Mal kurz inne und verschnaufst, wenn das Gefühl eintritt „jetzt reicht’s“, statt einfach weiterzumachen und den Stress zu ertragen.
Nimm dich und die Signale deines Körpers ernst und versuche dich in der nächsten stressigen Situation daran zu erinnern und es anders zu machen.

Eine gute Zeit wünscht euch

Tina

Noch ’n Gedicht, oder zwei, oder drei

#27

Liebe Leser, so schnell vergeht die Zeit, in der ich nicht geschrieben habe. Hier kommt meine…..

342718_web_R_K_B_by_Huber_pixelio.deErklärung

Drum möcht ich heut mit reichlich Verspätung,
die lange Pause
mit eines Mannes Gedicht erklären,
der einst mit lustig hintersinnig schönen Worten
den Menschen aus dem Herzen sprach.

Vielleicht erläutert’s,
dass ich so lang
geschwiegen und gerungen,
mit eigenen Worten, Kreativität und Phantasie,
bis sich die Muse wieder kurz blicken ließ.

 

490034_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deZur Pause

Ich sag‘ es ehrlich , oft geschah’s,
dass ich im Leben was vergaß;
doch manches wiederum indessen
vergaß ich leider zu vergessen.
Was ich mit Recht vergessen sollte,
war, dass ich noch dichten wollte.
Deshalb, o Muse, fleuch nach Hause,
ich mach‘ jetzt
zehn Minuten Pause..

(Heinz Ehrhardt, geb. 20.2.1909, gest. 5.6.1979 )

Ich hätte es nicht besser sagen können, als der große Heinz Erhardt.
Und wenn der Anfang nach einer Pause etwas schwer fallen sollte, so hat Heinz Erhardt auch für diesen Zustand die passenden Worte parat: 😉

Zwang

Du musst dich zu sehr vielen Dingen,
willst du sie tun, geradzu zwingen!
trotzdem wirkt das was dir gelungen
oft zwingend leicht und ungezwungen.

In diesem Sinne…

eine gute Zeit und Woche, mit endlich richtig warmen Temperaturen, schönen Pausen und nicht allzu viel Zwang!!!

Tina