Kategorie-Archiv: Werte

Neuigkeiten

#31

luft

In den letzten zwei Monaten habe ich mich öffentlich nicht geäußert.

Dies hatte einen Grund:

  • ich hatte keine Lust
  • ich hatte keine Ideen

und nun??

Bin ich immer noch  nicht sicher, über was ich schreiben möchte.

Sind es die Anschläge in Paris?
Ist es der anhaltende Strom Hilfsbedürftiger aus Kriegsgebieten?
Helmut Schmidts Tod?
Ist es die nun doch kommende Vorratsdatenspeicherung?
Eigene Befindlichkeiten?
Lyrik?
Der VW Skandal und andere krumme Dinger großer Konzerne?
Der Novemberblues?
Oder einfach nur ein kleines Update was hier so am Schreibtisch passiert?
Schöne Orte oder Ereignisse in Münster?

Ich weiß es immer noch nicht, was mich wirklich interessiert?

Eigentlich alles….

Ich könnte auch einfach einen Rundumschlag machen und alle Fragen beantworten.

Warum eigentlich nicht?

Paris: Menschen, die Menschen töten, geht gar nicht. Was soll die Welt nun tun?
Zusammenrücken aller Staaten, deren Meinung Gewicht und Überzeugung haben, das Geld außen vor lassen und gemeinsam der Gewalt die Stirn bieten. Militärische Interventionen halte ich für fragwürdig…
Flüchtlinge: auffangen und gemeinsam Verantwortung übernehmen, einen Verteilungsplan entwickeln und zwar global.
Helmut Schmidt: großer Mann mit klarem Verstand, hoffentlich bleiben seine Worte lange in unseren Ohren und Kopf.
Vorratsdatenspeicherung: eine Sache die kommen musste, wie sonst kann man das Sicherheitsbedürfnis der Bürger befriedigen, die keine Ahnung von digitalen Autobahnen, Nebenstraßen und geheimen Wegen haben?
Nachtrag, 24.11.15: Ich beschreibe hier keine generelle Speicherung all unserer Daten. Ich meine die Daten derjenigen Menschen, die auffallen und die Sicherheit der Bürger gefährden. Ist dies festgestellt, so müssen deren Kommunikationswege gespeichert werden. Dies bedeutet  akribisches und gezieltes Arbeiten der Sicherheitsbehörden der Staaten, auch untereinander. Dies wiederum hat die Voraussetzung von Transparenz und Vertrauen.
Eigene Befindlichkeit: mir gehts gut, habe endlich mein Bedürfnis nach Zeit, die ich frei nutzen will und der Zeit, in der ich meinen Lebensunterhalt verdienen muss, gefunden. Habe eine Definition für jetzt gefunden, mit was ich beide Zeiträume ausfüllen möchte.
Lyrik: mein Geburtstagsgedicht ist veröffeltlicht in der Frankfurter Bibliothek, ist toll, aber auch nur ein Mittel des Verlags mit meinem Kauf der Edition Geld zu verdienen.
VW- Skandal: Umwelt vs. Kohle. Hoffentlich treibt es den Absatz von umweltschonender Technik nach vorne.
Novemberblues: Jedes Jahr aufs neue kommt der November und ich finde es gut. Ich finde es schön, wenn die Tage kürzer werden, man sich zu Hause einmummeln kann, aber auch draußen gut verpackt nicht so vielen Leuten begegnet und die Stille genießen kann.
Update: Der Schreibtisch ist für mich der wichtigste Ort auf der Welt, das war er schon immer und es wird mir immer bewußter. Habe ich die Chance jeden Tag daran zu sitzen, geht es mir prima.
Münster: Der Markt, die Lebendigkeit und das Treiben gefallen mir immer noch ausgesprochen gut. War am Samstag mal wieder seit Jahren im Gleis 22, einer der besten Konzertclubs in Deutschland. Steakknife, großartiger zuverlässiger Old School Punkrock, sehr geil!!

Beste Zeit!

  • TINA

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Erwachsene Menschen von morgen

#29

Wo soll es hingehen?

Ich bemerke eine Massenüberflutung und eine Orientierungslosigkeit bei der jungen heranwachsenden Generation, die angesichts der Millionen von Meinungen ihre eigene immer schwieriger definieren können.

Junge Menschen erscheinen meist reflektiert und wissend, sind sie doch in einer sehr friedlichen wohlhabenden und wohlwollenden Umgebung aufgewachsen, mit einer großen Auswahl an Förderungen. Aber fordern sie diese auch heraus, die angebotenen Ideen und Werte zu überprüfen?

Können sie wirklich schon alles?

Sind sie in der Lage mal nein zu sagen zu Angeboten, die sie erhalten?  Oder suggeriert die Gesellschaft 4.0 ihnen, sie müssten schon alles wissen, angesichts der vielen Möglichkeiten und Erklärungen, die sie haben? Oder ist die Chance sich die Sahnehäubchen ohne Restriktionen und mit der größtmöglichen Freiheit auszusuchen schon so ein Privileg, das es keiner Unterstützung mehr bedarf?

Ich sage nein. Was oft vergessen wird, ist die fehlende Lebenserfahrung, die jeder Mensch machen muss, bevor er tatsächlich eigene Entscheidungen treffen kann. Die Herausbildung einer eigenen Identität, die immer noch genügend Zeit in Anspruch nimmt und durch die Beschleunigung nicht unbedingt schneller geworden ist, ist nicht immer leicht und bleibt eine Herausforderung für jeden. Gerade heute!

Der Beitrag der Elterngeneration

Sie sind immer noch jung und brauchen unsere Hilfe. Wir sind mehr denn je dazu aufgefordert, ihnen unsere Hand zu reichen und ihnen einen sicheren Rahmen zu geben. Dies kann meiner Meinung nach nur durch Transparenz und Aufklärung, unbedingtes Interesse und Authentizität dem eigenen Leben gegenüber geschehen. Mit allen Fehlern, die wir selbst haben.

Eine eigene Positionierung wird immer schwieriger angesichts der vielen Orientierungsbeispiele in Echt (Menschen), wie aber auch der Parallelwelt des Virtuellen, die Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene begleiten.

Verbote helfen da wenig, genauso wenig wie Verschweigen von unangenehmen Dingen, oder eigenen Fehlern.

Sicherheit und Authentizität sind meine Schlüsselwörter zur Begleitung von Heranwachsenden, um ihnen die Welt von Morgen zu überlassen.

Wie sagte Khalil Gibran so schön in seinem Text „Über die Kinder“

Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,
Denn sie haben ihre eigenen Gedanken. (…) Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.

In diesem Sinne eine gute Zeit!

Tina