Dankbarkeit für Veränderungen

#16

Mara Stix fragt in ihrer Blogparade nach der Bedeutung von Dankbarkeit.

Welch großes Wort -DANKBARKEIT-

Ich bin für so vieles in meinem Leben dankbar, für die Lieben, für meine Familie und Freunde und für meine Erfahrungen alleine und mit anderen.


Dankbarkeit ist ein Eingeständnis sich und der Welt gegenüber, dass Erfahrungen gemacht worden sind, die uns wachsen lassen und uns auf unserem Weg weitergebracht haben.

Dazu gehören neben all den glücklichen Momenten auch die unbequemen, auch Krisen, Sackgassen und Irrwege genannt.

Irrwege

Irrwege und Fehler machen gehören im Leben eines Menschen dazu. Durch sie formt sich das Individuum. Es lernt und nimmt Rückschläge an, um gestärkt und verändert daraus hervor zu gehen.
Manchmal gehen wir aber so lange in die falsche Richtung, ohne es überhaupt zu merken.
Wenn wir es dann bemerken, sind wir schockiert. Diese Art von Rückschlag ist so hart, dass sich ein Gefühl von Versagen einstellt.
Meist passiert dies nicht aus heiterem Himmel, es ist ein schleichender Prozess. Viele Dinge und Entscheidungen haben im Rückblick zu dem Ergebnis, „es geht nicht mehr weiter“, „es ist komplett fehl gelaufen“, geführt.
Unbewusst haben wir immer nach derselben Entscheidungsmatrix agiert.
Wir haben eine Ausbildung nicht beendet, sind immer wieder umgezogen, haben immer einen Partner verlassen oder sind verlassen worden oder sind immer wieder im entscheidenden Moment weggelaufen, diese Liste ließe sich lange fortsetzen.

Unbewusste Muster wie ich „schaffs ja sowieso nicht“, „niemand ist gut genug für mich“ oder „das war jetzt wieder nicht das Richtige für mich“ haben viele Entscheidungen immer wieder beeinflusst und uns nie eine wirkliche Wahl gegeben.
Unweigerlich sind wir in eine Sackgasse getrieben worden.
Wenn wir diese Muster aufdecken, so sind wir an unsere persönlichen Grenzen gestoßen.

Erkannt?

Wir haben plötzlich das Gefühl fest zu stecken und in einem Loch gefangen zu sein.
Es stellt sich das dumpfe Gefühl ein, dass es um etwas anderes geht, als bloße Fehlerkorrektur. Das Leben scheint uns auf etwas hinzuweisen, was noch nicht bewältigt worden ist. Und das unermüdlich, bis es erkannt wird.
Wir stehen ohnmächtig da und fragen uns: „warum muss ich immer wieder Chancen kurz vor Schluss sausen lassen“, „warum bleibt kein Mann oder keine Frau bei mir“, „warum finde ich nicht den passenden Arbeitsplatz oder die passende Wohnung? “
Wir waren doch jedes Mal aufs Neue so voller Hoffnung, ohne Fehl und Tadel und trotzdem sind wir nicht erfolgreich oder zufrieden geworden.
Dieses Mal musste es doch klappen, weil wir dieses Mal glaubten, alles bedacht zu haben.
Und trotzdem war das Ergebnis immer das Gleiche, wir haben es nicht geschafft glücklich zu werden.

Stehen bleiben

Wenn wir endlich nach der zigsten Enttäuschung stehen bleiben, innehalten und uns eingestehen, hier geht es nicht weiter, folgt erst einmal eine unglaubliche Traurigkeit und ein Gefühl, sich selbst überhaupt nicht mehr zu kennen.
Wir fühlen uns nicht angenommen, wertgeschätzt oder schlicht gesehen.
Wir fangen an Fragen zu stellen:

„Konnte ich mich nicht entscheiden“, „verdrängte ich Tatsachen“. „Rannte ich weg oder hatte ich schlicht nicht den Mut zum Risiko, tat ich vielleicht nicht genug?“ „Wollte ich Sicherheit und unter meinen Möglichkeiten bleiben?“ „Wollte ich den Weg des geringsten Widerstandes?“

Erste Schritte

Sich diese Fragen zu stellen ist der erste Weg, zu seinem individuellen Kern vorzudringen. Sich selbst wieder neu kennen zu lernen, Muster aufzudecken und das Scheitern schonungslos zu betrachten, nicht wieder davon zu rennen oder in blinden Aktionismus zu verfallen.
Wenn wir diesen Schritt angegangen sind, so können wir langsam loslassen und die eigenen Schwächen und Grenzen annehmen.
Denn, ich glaube, wenn wir uns immer wieder davor verschließen, werden diese Gefühle und Forderungen unseres Unterbewusstseins immer wieder an die Oberfläche gespült.
Durch Gespräche, Aufschreiben oder anderen Formen des Sich-Selbst- Bewusst machen kann eine wirklich neue Richtung eingeschlagen werden.
Wir können uns erneut Fragen stellen wie:

„Was kann ich aus meiner Krise lernen “, „wofür bin ich dieser Zeit dankbar“, was macht mich wirklich aus“, oder hinter welchen Mustern habe ich mich immer unbewusst versteckt?“

Wenn wir für diese Fragen positiv eingestellt sind und ehrlich zu uns selbst sind, tut sich uns ein neuer Weg auf.
Eine Richtung, die bedacht ist, sich Zeit lässt und in der die eigene Persönlichkeit steckt, die JETZT da ist, die das Leben JETZT formt.

Fazit

Im Festhalten und Verharren kann sich keine Dynamik der Lebendigkeit einstellen, kein neues Leben, keine neuen Erfahrungen und kein Älter werden.
Veränderungen stiften Sinn, die Dinge mal aus einer anderen Warte betrachten, sich selbst den Druck und Zeit nehmen. Seine Stärken neu bewerten und seine Schwächen integrieren.
Ich zitiere am Schluss gerne Winston Churchill, der so passend meinte „Die Veränderung ist der Meisterschlüssel“

Für das Annehmen der Sackgassen und den Mut der Veränderung bin ich enorm DANKBAR!

Gute Zeit!
Tina

Ein Gedanke zu „Dankbarkeit für Veränderungen

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