Multitasking

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#28

Eines nach dem Anderen, wie oft sollte ich dies beherzigen und tue es nicht. Multitasking ist eine schöne Vorstellung des Zeitsparens, aber leider geht die Rechnung nicht immer auf.

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Beim Kochen lesen, beim Spielen mit den Kids die Mails checken, Twitter, Facebook und Co  laufen auch noch nebenbei auf dem Laptop oder dem Smartphone
Von den vielen gleichzeitigen Projekten im Job ganz zu schweigen.
Mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, arbeiten, aufräumen, schreiben und mit den Kindern spielen macht einen Eindruck von Unvollständigkeit, vom immer wieder Anfangen, unterbrechen und nicht beenden.

Signale

Manchmal schleicht sich leichte Panik ein, dass wir nicht alles unter einen Hut bekommen könnten. Aber wir machen weiter, es geht ja noch.
Vielleicht steckt Angst dahinter, etwas zu verpassen, etwas schaffen zu müssen oder gar gelangweilt zu sein, wenn man mal nix macht.
Kleine DInge kann doch jeder einfach so neben her erledigen, oder?
Wenn Multitasking auf die Spitze getrieben wird, macht es krank, der Körper meldet sich zu Wort. Wie konnte es soweit kommen? Warum habe ich nicht genug auf mich geachtet, warum kenne ich mich nicht?
Krankheit und unser Körper lehren uns, wo unsere Grenzen sind.
Darin steckt eine Chance, es beim nächsten Mal anders anzugehen. Wir wachsen an der Erkenntnis, dass wir Grenzen haben.

Falsche Annahmen

Die Schnelligkeit um uns herum, die künstlich erzeugt ist, verursacht in unserem Denken und Handeln eine Beschleunigung, ebenso schnell sein zu müssen.
Dabei können wir gar nicht so schnell sein wie eine Maschine.
Wie aber können wir diese Schnelligkeit händeln?

Mögliche Antworten

Vielleicht liegt der Schlüssel bei nicht abwendbaren Gleichzeitigkeiten erst mal in der Priorisierung. Ich kann Fragen nach Spaß, Sinn, Können, Zeit und Wichtigkeit, oder, oder stellen. Jeder kann diese Fragen individuell gewichten. Für den einen ist der Sinn ausschlaggebend, um ein Projekt anzunehmen, für den anderen ist es die Zeit oder das eigene Können.
Im nächsten Schritt kann ich mir dir Frage nach der Ausführlichkeit beantworten. Wo kann gegebenenfalls delegiert werden.

Unliebsame Pflichten

Bei Projekten, die für mich keinen Sinn oder Spaß machen oder mein Können überfordern gilt: Ich bin ehrlich zu mir und spreche dieses unangenehmen Gefühl aus. Wenn das Projekt dann doch durchgeführt wird, so weiß der Auftraggeber, dass nicht mehr möglich gewesen ist, als das Ergebnis. Und, dass er beim nächsten Mal besser weiß, welche Themen mir liegen.
Ich selbst muss mir nicht vorwerfen, ich hätte nicht mein Möglichstes getan.
Zu bedenken:
Unliebsame Projekte brauchen bei der Durchführung mehr denn sonst unsere volle Aufmerksamkeit, um nicht abgelenkt zu sein. Vielleicht entpuppt es sich doch als eine interessante Herausforderung, die ich besser meistere, als ich gedacht hätte.

Nein

Ein überzeugtes Nein an entscheidender Stelle tut vielleicht erst mal weh und braucht Mut und Selbstbewusstsein. Im nächsten Moment aber erscheint es genau richtig. Richtig für die Zeit, die ich mir an Kopfzerbrechen gespart habe und somit gewonnen habe.490034_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.de

Nichts desto trotz ist es leicht theoretisch über Ratschläge und Tipps zu schreiben, die Wirklichkeit sieht häufig anders aus und ist mit Sicherheit nicht für jeden umsetzbar.
Aber vielleicht hältst du beim nächsten Mal kurz inne und verschnaufst, wenn das Gefühl eintritt „jetzt reicht’s“, statt einfach weiterzumachen und den Stress zu ertragen.
Nimm dich und die Signale deines Körpers ernst und versuche dich in der nächsten stressigen Situation daran zu erinnern und es anders zu machen.

Eine gute Zeit wünscht euch

Tina

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