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Tag des Buches und Münsterperle II

#24

Dieser Tag und meine Münsterperle Nr. 2 hängen ganz dicht zusammen.
Ein Hoch auf das Buch und den tollen Ort in Münster, in dem jede/r Bürger/in unzählige ausleihen kann.
Meine zweite Münsterperle ist die Stadtbücherei, in die ich schon seit 18 Jahren sehr gerne und sehr oft gehe.

Bücher

sind sinnliches Vergnügen. Jedes Buch sieht anders aus und fühlt sich anders an. Ein toll gestaltetes Titelbild, unterschiedliche Seitendicke, unterschiedliche Schrifttypen und -größen, unterschiedliches Papier – ein haptisches Vergnügen.
Das Blättern der Seiten, das Genießen von Bildern in Bildbänden oder tolle Kinderbücher mit Aufklappbilder, immer wieder anders. Ich finde Bücher toll. Schön, dass einer der unzähligen Tage des/der/dem … auch dem Buch gewidmet ist.
Es hat es verdient.

Wenn ich gedruckte Bücher erwähne, muss ich auch die digitalen erwähnen, Ebooks.
…sind toll für unterwegs. Wenn man ein Vielleser ist und lange Zeit auf Reisen ist, packt man sich Bücher digital auf seinen Reader und los gehts…
Aber, die Einzigartigkeit geht verloren. Die nackte Schrift und der Inhalt ist alles was bleibt, was das eine vom anderen Buch unterscheidet.
Ich bin noch kein Fan von dieser Art zu lesen, übe mich aber darin…
Sicher der Inhalt ist das, was eigentlich zählt. Aber ich vermisse das Gefühl für Schwere oder Leichte einer bestimmten Lektüre, was sich schon durch die Form und Größe eines Buches ausdrückt.

Münsterperle Stadtbücherei

Gott sei Dank sind die Geschmäcker verschieden und beide Möglichkeiten des Lesens bietet einer meiner Lieblingsorte in meiner Stadt -die Bücherei-
Schon die Architektur ist individuell, wie man auf den Bildern sehen kann.
Jeder meiner Besuche ist ein Überraschungseffekt.  Meistens habe ich vorher recherchiert nach welchem Thema oder welchen Büchern ich suche.
Aber immer wieder gehe ich mit zusätzlichen Medien nach Hause, von denen ich vorher gar nicht wusste, dass es sie gibt, bzw. dass sie mich interessieren.
Danke an dieser Stelle den Mitarbeitern für die tollen Anregungen auf den Thementischen, in den Auslagen oder in den Regalen!!
Die Bücherei hat außerdem den entscheidenden Vorteil, dass ich nicht für jedes Buch oder Medium, das ich nutzen will, bezahlen muss. Einmal im Jahr einen Mitgliedsbeitrag zahlen und fertig, wunderbar!
…und noch etwas ist wirklich klasse:
Das ungeschriebene Gesetz, das Buch oder das ausgeliehene Medium pfleglich zu behandeln, Ausgeliehenes wieder so zurück zu bringen, wie man es entliehen hat.
Eine Stadtbücherei ist ein analoges www, ein Fundus an Geschichten, Gefühlen, Wissen, Tönen und Bildern.
Eine sehr unterstützungswürdige Angelegenheit in jeder Stadt oder Gemeinde.
Natürlich darf ich auch die kleinen Gemeindebüchereien nicht vergessen, die ich auch nutze. Sie bieten ebenso vielfältige Themenwelten für alle Menschen an.  Die Mitarbeiter sind fast alle Ehrenamtliche, die sich für das Lesen und die Erhaltung des Buches einsetzen.
Herzlichen Dank!

Natürlich kann ich zu Recherchezwecken auch einfach meinen Computer und das www bemühen, aber häufig ist das ein Fass ohne Boden für mich. Wenn ich einmal angefangen habe, dann kann ich nicht mehr aufhören, und so geht es bestimmt nicht nur mir, wenn man zu einem Thema Wissen erlangen möchte.

Analog – Digital

Bücher haben die Angewohnheit in sich vollständig zu sein, ob sie ein Thema vervollständigen oder nicht, sei jetzt dahingestellt. Sie präsentieren sich als abgeschlossene Einheiten, ob Roman oder Sachbuch. Der Autor hat sich bei der Zusammenstellung seiner Themen oder Texte etwas gedacht.
Das Netz bildet meist bruchstückhaftes Wissen aus verschiedenen Quellen ab, wenn ein Thema kompakt abgebildet ist, dann als herunterladbare PDF.

Ich finde beide Seiten wunderbar, Hauptsache meine Neugierde kann gestillt werden und ich bekomme neue Ideen und Anregungen.
Wenn ich ein Thema ernsthaft behandeln möchte, so bemühe ich Bücher, wenn ich mich nur informieren möchte, so nutze ich natürlich gerne das www.

Mein Wunsch an Texte

Ich plädiere in erster Linie für Qualität und Ernsthaftigkeit dem Wort gegenüber. Dahingerotzte Scheiße ist immer unerträglich. Der Missbrauch der Sprache ist leider durch die digitale Nutzung gestiegen. In gedruckten Büchern findet man derlei Entgleisungen seltener als im www.

So nutze jeder seine Favoriten, Hauptsache lesen!

Gute Zeit euch allen!
…und Buchtipps sind jederzeit willkommen 😉

Eure Tina

Einen Blog beginnen

blog1
#1

Die erste Frage …oder aller Anfang ist schwer

Die Zeitansichten können Denkanstöße sein,
das war und ist jedenfalls mein Plan…

Allerdings habe ich lange gebraucht, um diesen ersten Blogbeitrag zu schreiben. Es lag schlicht und ergreifend an der Fülle der Themen, die sich ums Thema Zeit ranken.
Ich entschied mich für meine persönliche Sichtweise zum Thema Zeit.

Doch….. warum schreibe ich einen

Blog

und warum sollen ihn andere lesen? Wie macht man sich unabhängig von all den Aussagen und Texten anderer Menschen, die auch schon ähnliches oder gleiches publiziert haben?  Was macht meinen Stil und meine Darlegung der Dinge aus.

Es ist meine persönliche Sicht, mein Empfinden der Zeit, in der ich Dinge erledige oder nichts tue und wie ich sie beschreibe.

Die Zeit ist so individuell wie es Menschen gibt. Kategorisieren kann man sie höchstens, wenn man Menschen als zu ihrer Kultur zugehörig einteilt. Jede Kultur hat ihre eigene Zeitrechnung. Ansätze können hier sein von „Zeit ist Geld“ bis „Zeit, in der Ereignisse passieren, die man nicht geplant hat“. Wichtig ist ein Gleichgewicht zu finden, welches die Zeit, in der man seine Existenz erwirtschaftet und der Zeit, in der man sein privates Konto füllt, d.h. in dem man sein soziales Sein nährt, findet.

Ich habe lange darüber nachgedacht, welche Gewichtung ich eigentlich meinem Leben zu Grunde legen möchte. Aufgewachsen mit dem Hinweis, das erst die Arbeit, dann das Vergnügen zählt, hat mich diese Lebensanschauung jahrelang begleitet und mir die Sicht für eine andere Auffassungen grundlegend verwehrt.

Es ist jeden Tag auf neue spannend, was alles passieren kann. Es gibt Fixpunkte, die jeden Tag bestehen, es gibt Ideen, was geschehen könnte, aber es herrscht auch ein großer Anteil an Flexibilität und Unwissen, sowie eine Neugier auf das Unbekannte, das Erkenntnisse zu Tage fördert, die mir nie in den Sinn gekommen wären.

Dass ich auf diese große Errungenschaft gestoßen bin, verdanke ich einer Zeit, in der ich mich nur von Ereignissen leiten ließ, die es mir ermöglichten, eine Sache vom Anfang bis zum Ende fertig zu denken. Aber auch abrupt zu beenden, sobald der Sinn verloren ging. Nun habe ich wieder Aktivitäten aufgenommen, die sich nach der Uhrzeit richten. Neben der von der Uhrzeit bestimmten Arbeiten habe ich mir aber Zeiträume bewahrt, die sich nach der Länge von Tätigkeiten und Ereignissen richten können, die mal kürzer, mal länger sind.
Wichtig ist mir die Gewichtung gefunden zu haben zwischen der von Uhrzeiten bestimmten Aktivitäten und denen, die vom Ereignis an sich bestimmt sind.

Fazit

Mir bleibt bei der Beantwortung meiner Eingangsfrage, warum überhaupt einen Blog schreiben keine andere Antwort, als die des Müssens.

Aus der Liebe zum Wort, ob gelesen oder aufgeschrieben, leitet sich die logische Konsequenz eines öffentlichen Blogs ab.
Schreiben ist Nachhaltigkeit, Veröffentlichungen machen anderen den Weg frei sich zu äußern und in einen Austausch zu gehen, gemeinsam neue Perspektiven zu ergründen und auszuloten.

Gute Zeit!