Wahlzeit

#30

Wählen gehen oder nicht?

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Heute morgen habe ich in meiner lokalen Zeitung mal wieder lesen müssen, dass Bürger keine Lust mehr auf Wählen haben.
Konkret steht hier am Wochenende die Wahl der Oberbürgermeister und der Landräte an.

Und wieder wird die Wahlbeteiligung vermutlich sinken.
Vergleicht man die Zahlen der Kommunalwahlen 2009 mit 2014, so nahm die Beteiligung von 51,9 % auf 50 % ab.
Das finde ich schade. Trotzdem ist es demokratisch und eine Aussage derjenigen, die keine Lust haben sich zu beteiligen. Viele Nichtwähler sehen keine Besserung, wenn sie wählen gehen würden.
Dabei werden die meisten Entscheidungen auf kommunaler Ebene getroffen.
Landespolitik  wird in den Kommunen vielfältig umgesetzt. Dies ermöglicht einerseits das Besondere der einzelnen Regionen und bedingt in der Summe die Lebendigkeit eines Bundeslandes.
Jeder kann sich in seiner Stadt engagieren. Es muss nicht das Mandat einer Partei sein. Auch das Mitwirken in einem Verein oder einer Initiative kann die Kommunalpolitik verändern.

Trotzdem sind viele enttäuscht

Wie lange lesen oder hören wir schon von der Politikverdrossenheit und dem Wählerfrust, dem Parteieneinerlei und der großen Schere zwischen Parlament und Volk?
Schon eine verdammt lange Zeit und ich frage mich, warum immer noch nichts unternommen wurde?

Es gibt viele Möglichkeiten der Veränderung

Es gibt viele Möglichkeiten, um junge Menschen ans Wählen heranzuführen, an eine aktive Mitbestimmung der kommunalen Politik.
Warum werden nicht Planspiele oder Einladungen in Rathäuser und Kreistage im Lehrplan aufgenommen?

Warum wird nicht an einer Onlinelösungen gearbeitet, um den Bürgern den Gang zur Wahlurne zu erleichtern?
Bald werden alle Bürger einen Personalausweis im Scheckkartenformat ihr eigen nennen. Über gute und sichere Softwarelösungen könnten online die Stimmen abgegeben werden. Die Städte und Gemeinden könnten sich die Stimmauszählung ersparen und dadurch Personal und Zeit.
Ergebnisse wären jederzeit abrufbar.

Wieso sind Broschüren oder Wahlkampfunterlagen nicht in einfacher und verständlicher Sprache geschrieben? Darin sind Aussagen enthalten, die auch die Menschen erreichen könnten, die kein Interesse an Politik haben, die nicht vom Bildungsbürgertum profitieren.
Ein einfacher Flyer kann auch der Profilschärfung dienen.

Fazit

Fest steht, dass sich lokale Politik, Landesregierungen oder Kultusministerkonferenzen überlegen müssen, wie sie Politik wieder interessanter und lebensnäher machen.
Hilfsaktionen wie derzeit die große Welle von Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge aus Krisengebieten zeigen eine andere Art von Bürgerbeteiligung. Bürgerbeteiligung, die durch soziale Netzwerke und das Internetz wesentlich schneller an Fahrt aufnimmt.

Und genau diese Schnelligkeit und Spontaneität muss Politik in Zukunft auch an den Tag legen, um wieder attraktiver zu sein.

Liebe Leute in NRW gebt am Sonntag, 13.9.15 eine Stimme ab und bestimmt mit, wer die Stadträte und Kreistage regiert.

In diesem Sinne eine gute Zeit!
Tina

 

 

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